Abraham a Sancta Clara

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Sonne und Frösche

Die Sonn, dieses strahlende Himmelslicht, hat sich auf eine Zeit gänzlich entschlossen zu heiraten. Nachdem auch bereits das Versprechen und Verlobung vorbeigegangen, da wurden alle gehörigen Anstalten gemacht zu einer prächtigen Hochzeit in Ansehung und Anbetracht dessen, daß dieser Planet der Fürst aller gesamten Himmelsgestirn ist; es sind dahero die Ladschreiben geschickt worden an alle lebendigen Geschöpf der Erden, zumalen diese allesamt der sonnenreichen Gnaden und Freigebigkeit genießen.
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Stadtmaus und Feldmaus

Es sind einmal zwei Meiserl zusammengekommen, ein Stadtmeiserl und ein Feldmeiserl. Wie sie nun einander gar freundlich gegrüßt, so reden’s von unterschiedlichen Sachen, unter anderm auch vom täglichen Unterhalt. »Meine Schwester«, sagt das Stadtmeiserl zum Feldmeiserl, »wie derhältst dich denn?« – »Hu, ich komm halt grad so aus: ich eß gemeiniglich Würzerl, Treid, Kernerl, kleine Käferl, und gester hat mein Bruder Hochzeit gehabt, da haben wir ein dürrs Brot gehabt, das ich schon längst einmal aufm Weg gefunden, und hatt’s ein Bettelmann weggelegt;
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Der Glücks- und Unglücksbaum

Ein Geldnarr, der vom Geiz mehr als Tobias vom Schwalbenkot verblendet worden, stund in immerwährender Forcht, daß ihm ein Dieb möcht übers Geld kommen, daher er denselben guldnen Schatz bald da und bald dort verborgen wie ein Hund ein Bein und Knochen, war demnoch, seines Sinns und Meinung nach, nie recht versichert vor dergleichen Raubvögeln.
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