Der Bauer und die Schlange – mit Schimmel, Hund und Fuchs –
Ein Bauer wollte einst etwas in die nächstgelegne Stadt tragen zum Verkaufen; unterwegs aber, wegen der schweren Last, tat er bei einem Felsen rasten, worin eine große Schlang versperrt gelegen. Wie diese den Bauern wahrgenommen, so fangt sie an, inständig zu bitten, er wolle doch sich ihrer erbarmen: »Ich bitt dich um Gottes willen, der dem Moses im Alten Testament befohlen, mich aus Erz und Glockenspeis auf eine hohe Säul zu setzen, ich bitt, ich bitt und bitt dich tausend- und tausendmal, hilf mir doch aus diesem Loch; denn ich, wegen des schweren Steins, nit kann herauskriechen.« – »Wie wirst du mich aber belohnen?« fragt der Bauer.
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Edelmann und Nußkern
Ein solcher Edelmann, der seiner Voreltern adlige Tugenden nit auch samt dem Blut erbt, kommt mir vor wie jener Prahler, der in allweg die gemeinen und gewöhnlichen Leut für verworfne Kanallien gehalten und nur sein Haus dem babylonischen Turm gleich geschätzt. Dieser nahm auf eine Zeit eine Nuß samt der grünen Hülsen und unzeitigen Überhüll und sagte also:
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Der blinde und der lahme Bettler
Fürwahr, jene zwei Bettler haben sehr verständig gehandelt, deren einer an beiden Füßen krumm und lahm, der andre an beiden Augen stockblind, indem sie beratschlagten, wie sie doch möchten in einen gewissen Ort kommen.
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